Erstellt am: 23.04.2022, Autor: rk

Rumänien legt MiG 21 still

MiG-21 LanceR Rumänien

MiG-21 LanceR Rumänien (Foto: Luftwaffe Rumänien)

Rumänien hat sich dazu entschieden, ihre rund dreissig MiG-21 LanceR Kampfjets ab sofort nicht mehr zu benutzen. Grund dafür seien viele Zwischenfälle und Unfälle mit den alten Jets aus Sowjetzeiten.

Während den Zeiten des Warschauer Paktes bildeten die MiG-21 Kampfjets das Rückgrat in der rumänischen Luftverteidigung. Nach dem Zerfall der Sowjetunion wurden die Jets zunehmend zum Problem, trotz einer aufwändigen Kampfwertsteigerung mit einer modernen Avionik aus Israel verspürte Rumänien nie mehr Freude an der kleinen und wendigen MiG-21 LanceR Jets. Man suchte nach Ersatz, konnte sich diesen jedoch nicht leisten. Ab dem Jahr 2016 beschaffte Rumänien für 628 Millionen Euro insgesamt zwölf aufgefrischte F-16 aus portugiesischen Beständen. Momentan verhandelt Rumänien mit Norwegen, das bereit ist, weitere F-16 an Rumänien abzutreten.

Ob die MiG-21 im NATO-Mitglied Rumänien je wieder fliegen werden, ist mehr als fraglich, sicherer werden die Maschinen nicht und auch für die Piloten wird es immer schwieriger, einen guten Ausbildungsstand auf dem Muster zu halten, wenn sie keine Flugstunden mehr auf der MiG-21 fliegen dürfen.

Für uns scheint wahrscheinlicher zu sein, dass Rumänien die Beschaffung von F-16 aus Beständen anderer NATO-Staaten beschleunigen wird. Die traditionellen F-16 Betreiber Holland, Norwegen, Dänemark und Belgien steigen momentan auf die moderne F-35A Lightning II um.

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