Erstellt am: 02.12.2021, Autor: ps

DLR expandiert in Dresden

DLR Airbus A320

DLR Airbus A320 (Foto: DLR)

Das Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) baut ein neues Gebäude in Dresden, dort wird das Institut für Softwaremethoden zur Produkt-Virtualisierung zukünftig forschen.

Die Digitalisierung in der Luftfahrt nimmt stetig zu. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Dresden widmet sich der Virtualisierung im Bereich Flugzeugbau, damit Entwicklungsarbeiten schneller, sicherer und günstiger ablaufen. Mit dem Spatenstich am 30. November 2021 beginnen jetzt die Bauarbeiten für das neue Gebäude, in dem das Institut für Softwaremethoden zur Produkt-Virtualisierung zukünftig forschen wird.

„Digitale Zwillinge werden in der Wissenschaft und Industrie zukünftig eine immer größere Rolle spielen,“ erklärt Prof. Dr.-Ing. Anke Kaysser-Pyzalla, Vorsitzende des DLR-Vorstands. „Daher freue ich mich, dass unser Dresdner Institut für seine Forschungsarbeiten eigene Räumlichkeiten im Wissenschaftszentrum der sächsischen Landeshauptstadt bekommen wird.“

„Sachsen verfügt über eine potenzialträchtige Luft- und Raumfahrtindustrie. Das noch junge DLR-Institut für Softwaremethoden zur Produkt-Virtualisierung (DLR-SP) in Dresden gibt der gesamten Branche zusätzlichen Schub“, erläutert Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig. „Es trägt zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und der Innovationskraft der rund 160 Unternehmen und Forschungseinrichtungen mit mehr als 7.000 Mitarbeitern in Sachsen bei. Darüber hinaus führen die simulationsbasierten und softwaremethodischen Kompetenzen des DLR-SP zu einer emissionsärmeren Luftfahrt. Auch andere Branchen werden im interdisziplinären Austausch davon profitieren, allen voran die florierende Softwareindustrie in Sachsen. Das DLR-SP bereichert den Hightech-Standort Dresden in jeder Hinsicht. Deshalb unterstützen die EU und der Freistaat Sachsen das DLR mit einem Institutsneubau inmitten des Wissenschaftscampus der Technischen Universität Dresden. Der heutige Spatenstich für das künftige Institutsgebäude ist ein handfestes Bekenntnis von DLR und Freistaat, die digitale und ökologische Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft von Sachsen aus voranzutreiben.“

Das neue Institutsgebäude entsteht zwischen der Fakultät Informatik der TU Dresden und dem Lehmann Zentrum Rechnen (LZR). Die wissenschaftliche Anbindung und der Zugang zum DLR Hochleistungsrechencluster CARA können somit optimal in Einklang gebracht werden.

In einer virtuellen Veranstaltung gaben Prof. Dr.-Ing. Anke Kaysser-Pyzalla und Martin Dulig, Sächsischer Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, mit einem symbolischen Spatenstich den Startschuss für den Bau des neuen Gebäudes.

Zum Gebäude

Das Baugelände, dessen Eigentümer der Freistaat Sachsen ist, hat leichte Hanglage und steigt nach Süden hin an. Das Gebäude selbst wird – je nach Lage am Hang – vier beziehungsweise fünf oberirdische Geschosse umfassen und liegt als ost-/west-ausgerichteter Riegel am Grünzug in zweiter Reihe an der Nöthnitzer Straße. Mit einer Nutzfläche von 1.568 Quadratmetern wird das Gebäude für rund 90 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und Mitarbeitenden aus dem administrativen Bereich Büros, Besprechungsräume und Labore bieten.

Das Gebäude soll bis Ende 2023 fertiggestellt sein. Diese Baumaßnahme wird im Rahmen des EFRE-Programms mit EU-Mitteln gefördert und durch Steuermittel auf der Grundlage des vom sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes mitfinanziert.

DLR

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