Neue Amadeus Studie zum Check-in

16.04.2025 PS
London City Airport Check in
London City Airport Check in (Foto: London City Airport)

Eine neue Amadeus-Studie prognostiziert, dass der Check-in Prozess bei den Fluggesellschaften künftig optional sein wird.

Laut einem neuen Report von Amadeus wird das Reisen in Zukunft wesentlich einfacher: In vielen Teilen der Welt müssen Reisende künftig nicht mehr einchecken und werden auf ihrer gesamten Reise automatisch erkannt – vom Flughafen über die Mietwagenstation bis hin zum Hotel. Möglich wird dies durch die Nutzung eines einzigen Identifikators anstelle mehrerer Reisedokumente. Der neue Bericht enthält Einblicke aus Branchenarbeitsgruppen, die derzeit an der nächsten Generation von Technologien für das Delivery Management von Fluggesellschaften arbeiten.

Die Luftfahrtbranche durchläuft derzeit eine umfassende technologische Transformation: Airlines ersetzen traditionelle Branchenstandards und setzen auf eine Technologie für Offer, Order und Delivery, um Flugreisen individueller und reisendenorientierter zu gestalten. Delivery Management ist die letzte Komponente dieser Transformation und Entwickler von Amadeus arbeiten aktuell mit Fluggesellschaften, Bodenabfertigern und Flughäfen an der Entwicklung des neuen Systems.

Dem Bericht zufolge werden Delivery Management Systeme (DMS) schrittweise die heutigen Departure Control Systemes (DCS) ersetzen, um eine völlig neue Generation offener und agiler Technologien bereitzustellen, die die Systeme von Airlines und deren Partner wie Flughäfen, Bodenabfertigern und Drittanbietern besser miteinander verknüpfen.

Die Transformation wird dazu beitragen, dass veraltete Common-Use-Systeme, die im Flughafen von Airlines genutzt werden, nicht mehr eingesetzt werden. Mitarbeitende vor Ort werden sich frei im Terminal bewegen können, um Passagiere direkt über mobile Endgeräte zu unterstützen.

Durch die Ablösung jahrzehntealter Standards, Prozesse und Systeme wird die Branche in die Lage versetzt, in mehreren Schlüsselbereichen ein reibungsloseres und stärker vernetztes Reiseerlebnis zu bieten:

Ankunft am Flughafen, ohne dass ein Check-in erforderlich ist

In vielen Teilen der Welt wird die klassische Abfertigung entfallen, da Reisende "ready to fly" am Flughafen ankommen und etwaige Visum- und Grenzkontrollen bereits im Voraus digital durchgeführt haben. Anstatt sich an den Check-in-Schalter zu begeben, werden Reisende ihr Gepäck abgeben und direkt zur Sicherheitskontrolle gehen. Durch die Abschaffung traditioneller Prozesse wie die Abfertigung werden Flughäfen stärker auf Unterhaltungsaktivitäten und Komfort ausgerichtet. Mitarbeitende können sich frei im Terminal bewegen und Passagiere mit einem mobilen Endgerät betreuen, so die Prognose des Berichts.

Sofortige Erkennung der Reisenden auf der gesamten Reise

Anstatt mehrere Papier- und digitale Dokumente mit sich zu führen, werden die Berechtigungen eines Reisenden auf der gesamten Reise miteinander verknüpft., so dass der Reisende inklusive seiner Buchungen beispielsweise bei der Autovermietung oder an der Hotelrezeption sofort identifiziert wird. Gekoppelt an einen biometrischen Identifikator oder den Reisepass wird es nicht mehr erforderlich sein, sich auszuweisen oder Buchungen zu belegen. Die Informationen werden dynamisch sein: Ändert sich etwa das Abfluggate, wird der Reisende automatisch benachrichtigt. Ein „Privacy-by-Design"-Ansatz stellt sicher, dass nur die für den jeweiligen Anbieter relevanten Informationen geteilt werden – und nur, wenn sich der Reisende für eine Authentifizierung entscheidet.

Schnellerer, personalisierter und multimodaler Umgang mit Störungen

Bei einer Flugunregelmäßigkeit erhalten Passagiere umgehend eine Benachrichtigung mit einer alternativen Reisemöglichkeit, die sie über ihr Smartphone annehmen oder ablehnen können. Die vorgeschlagenen Optionen berücksichtigen die gesamte Reise, was zu besseren Reiseerlebnissen führt und gleichzeitig sicherstellt, dass die Bedürfnisse jedes einzelnen Passagiers und seine Ansprüche von allen Partnerfluggesellschaften berücksichtigt werden. Durch die einfache Integration können Fluggesellschaften darüber hinaus alternative Verkehrsmittel wie Bahn oder Bus nahtlos in die Reise einbinden, um dem Reisenden die optimale Wahl zu bieten.

Mit der Einführung von Delivery Management Systemen erhalten Fluggesellschaften ein detailliertes Verständnis für jeden einzelnen Reisenden, seine gesamte Reise und die tatsächlich erbrachten Leistungen. Durch die Abschaffung veralteter Systeme werden Informationen reibungsloser ausgetauscht und Fluggesellschaften und ihre Partner in die Lage versetzt, gezielt und individuell auf die Bedürfnisse jedes einzelnen Reisenden einzugehen und entsprechend zu agieren. Wir arbeiten aktiv mit der Branche zusammen, um diese neue Generation von Delivery Management Systemen zu entwickeln – für ein stressfreieres und vernetzteres Reiseerlebnis der Zukunft,

sagt Valérie Viale, Director of Product Management, AirOps bei Amadeus.

Der neue Bericht "From DCS to Delivery: fulfilling the retailing promise with traveller-centric journeys and better operations" basiert auf den Erkenntnissen der Amadeus Delivery Management Champions Group, einem Gremium von mehr als 30 Fluggesellschaften, Bodenabfertigern und Flughäfen, die gemeinsam an der Entwicklung der nächsten Generation von Airline Delivery Management Technologie arbeiten. Der Bericht steht hier zum Download zur Verfügung.

Amadeus

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