Peru möchte F-16V beschaffen

03.02.2026 RK
F-16V Viper
F-16V Viper (Foto: Lockheed Martin)

Peru sucht bereits seit geraumer Zeit nach einem neuen Kampfflugzeug, nun soll sich die F-16V Fighting Falcon in der Ausschreibung durchgesetzt haben.

Laut Medienberichten aus Peru hat sich das peruanische Verteidigungsministerium dazu entschieden, F-16V aus dem modernsten Block 70/72 zu beschaffen, das Nachsehen hätten der französische Rafale von Dassault und er schwedische Saab Gripen E.  Die peruanische Luftwaffe (Fuerza Aérea del Perú, FAP) möchte mit den neuen Kampfflugzeugen ihre alten MiG-29 und Mirage 2000 ersetzen.

Bei der Beschaffung geht es um 24 neue F-16V aus dem Block 70/72 von Lockheed Martin. Der geplante Vertrag würde einem Kaufvolumen von rund 7 Milliarden US-Dollar entsprechen und neben den Kampfjets die üblichen Dienstleistungen, die in einen solchen Kaufvertrag eingehandelt werden, beinhalten.

F-16 Block 70 absolviert Jungfernflug
F-16 Block 70 absolviert Jungfernflug (Foto: Lockheed Martin)

Die Beschaffungsplanung sieht eine Erstbestellung von 12 Flugzeugen mit einer Option auf 12 weitere Maschinen vor. Dies würde es der peruanischen Luftwaffe ermöglichen, die von der Grupo 6 eingesetzten MiG-29 und schließlich die Mirage 2000 der Grupo 4 zu ersetzen.

Die finalen Vertragsverhandlungen und die Benachrichtigung des Parlaments werden voraussichtlich nach den Wahlen in Peru stattfinden. Bei einer Genehmigung würden die Flugzeugauslieferungen voraussichtlich Ende der 2020er-Jahre beginnen. Eine endgültige Entscheidung dieses Rüstungsvorhaben wird jedoch nicht vor dem 12. April 2026 erwartet.

F-16 Block 70 absolviert Jungfernflug
F-16 Block 70 absolviert Jungfernflug (Foto: Lockheed Martin)

Drei Fragen an Capt. Robert KÜHNI

FW: Kann sich die Viper mit Waffensystemen der neusten Generation messen?

RK: Die Hauptkonstruktionsmerkmale der F-16 Fighting Falcon stammen aus den 1970er Jahren. Das Flugzeug wurde ständig weiterentwickelt und kann sich auch heute noch mit den weltbesten Kampfjets messen.

FW: Was ist das Erfolgsrezept dieser Konstruktion?

RK: Die F-16 ist ein einmotoriges Mehrzweckkampflugzeug, das über bald fünfzig Jahre hinweg fast beliebig ausgebaut und verbessert werden konnte. Der Konstruktion kommt zugute, dass die Mikroelektronik immer kleiner und leistungsfähiger wurde und die Triebwerke leisten heute bei gleicher Größe und kleinerem Gewicht ebenfalls viel mehr als noch vor vierzig Jahren, unterstützend kommt dazu, dass der Treibstoffverbrauch erheblich gesenkt werden konnte. Diese drei Hauptfaktoren führten zu der langen Marktverweildauer der Fighting Falcon.

FW: Hat die F-16V Viper weiter Chancen am Exportmarkt?

RK: Mit mehr als 4.500 verkauften Jets ist die F-16 der unbestrittene Marktführer bei den modernen Kampfflugzeugen von heute. Wenn Lockheed Martin bei der F-16V eine gute Preispolitik fährt, dann sage ich der F-16 Fighting Falcon weitere Exportaufträge voraus, falls der Kaufpreis nicht attraktiv genug ist, dann wird die F-16 nach gut fünfzig Jahren vom Markt verschwinden.

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