airBaltic strukturiert um
airBaltic strukturiert aus finanziellen Gründen um, reduziert die Airbus A220-300 Flotte und richtet den Betrieb vermehrt auf Riga aus.
Neben diesen Restrukturierungsmassnahmen steht auch der Fokus auf die Vermietung der Airbus A220-300 Flotte samt Besatzungen an Partnerairlines ganz oben an. Die Fluggesellschaft Swiss International Air Lines setzt momentan in hohem Mass auf Flugzeuge unter Aircraft Crew Maintenance and Insurance (ACMI) Verträgen von airBaltic. Viele SWISS Flüge werden mit Airbus A220-300 der lettischen Fluggesellschaft geflogen. airBaltic betreibt momentan 50 Airbus A220-300 und will die Flotte längerfristig bei 40 Flugzeugen stabilisieren. Die Fluggesellschaft ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen, das Wachstum führte vermehrt zu finanziellen Problemen. Die Finanzen sollen über eine Neustrukturierung jetzt nachhaltig verbessert werden.
Neben den Sparmassnahmen muss die Fluggesellschaft mit Hauptsitz in Riga auch neue Finanzmittel beschaffen, zu diesem Zweck hofft die Führung auf einen Kredit über 225 Millionen Euro. Der überarbeitete Businessplan sieht einen zügigen Abbau der Flotte von 54 auf 36 Airbus A220-300 vor, Ende Jahr sollen bei airBaltic nur noch 36 Flugzeuge im Einsatz stehen. Längerfristig soll die Flotte dann bei 40 Airbus A220-300 stabilisiert werden. Das forsche Wachstum sah bis ins Jahr 2030 noch einen Ausbau der Airbus A220-300 Flotte auf 100 Maschinen vor. Nach den neusten Plänen sollen die Flotten-, Netzwerk- und Betriebsänderungen jährliche Einsparungen von rund 45 Millionen Euro generieren, vor allem durch Kostensenkungen.
airBaltic betreibt ihr Hauptdrehkreuz in Riga sowie Basen in Tallinn (Estland), Vilnius (Litauen) und Tampere (Finnland). Zusätzlich verfügt sie über Winterbasen auf den Kanarischen Inseln (Spanien).
airBaltic leidet unter starkem Konkurrenzdruck von Wizz Air, der Low-Cost-Carrier aus Ungarn verfolgt straffe Wachstumspläne ab den Flughäfen in den drei baltischen Staaten.