US-Investor übernimmt easyJet

17.08.2026 PS
Easy Jet Airbus A319 1
easyJet Airbus A319 (Foto: easyJet)

Die britische Fluggesellschaft easyJet wird nach einem Bieterrennen von dem US-amerikanischen Finanzinvestor Apollo übernommen.

Der britische Billigflieger Easyjet geht an den US-Finanzinvestor Apollo. Nach einem Bieterstreit sicherte sich Apollo die Unterstützung von Management und Gründerfamilie Haji-Ioannou für seine Offerte über 7,15 britische Pfund je Aktie, insgesamt 5,7 Milliarden Pfund (6,2 Milliarden Franken). Bieterkonkurrent Castlelake zog sich nach langen Verhandlungen aus dem Rennen zurück.

Castlelake hatte seit Mai um Easyjet geworben und im Verlauf der Verhandlungen fünf Gebote vorgelegt, zuletzt mit einer Offerte von 6,90 Pfund je Aktie. Im Juli stieg Apollo in den Bieterstreit ein und deutete bereits damals ein Angebot in der nun bestätigten Höhe an.

Apollo stützt die Strategie von Easyjet

Technisch wird die Cash-Offerte über ein von Apollo Global Management kontrolliertes Investitionsvehikel (Eagle Bidco Ltd.) abgewickelt. In der gemeinsamen Mitteilung des Übernahmeangebots (Rule 2.7 Announcement) erklärte Apollo, die bestehende Strategie der Easyjet-Gruppe voll und ganz zu unterstützen («highly supportive») und die operativen und kommerziellen Ambitionen von Easyjet beschleunigen zu wollen. Apollo werde eine wichtige Rolle in der nächsten Expansionsphase spielen und die Easyjet beim Erreichen des vollen Potenzials unterstützen («We are committed to supporting the easyJet Group in reaching its full potential»).

Apollo kündigte ferner an, nach Abschluss der Übernahme mindestens zwölf Monate lang keine Stellen zu streichen. Sollte Easyjet im Zuge des Deals von der Börse genommen werden und in Privatbesitz übergehen, könnten jedoch einzelne Stellen wegfallen, die mit der Aufrechterhaltung der Börsenkotierung verbunden sind.

Deal braucht noch Zustimmung der Regulierungsbehörden

Die EU-Regeln schreiben vor, dass die Eigentümer von Easyjet mehrheitlich aus der EU stammen müssen. Apollo geht davon aus, dies erreichen zu können, indem die Familie Haji-Ioannou sowie weitere EU-ansässige Aktionäre rund der Hälfte des Aktienkapitals übernehmen werden.

Nach Bekanntwerden der Einigung mit Apollo reagierte die Börse positiv. Die Easyjet-Aktie gewann am Donnerstagnachmittag rund vier Prozent auf 675 Pence. Seit dem Mehrjahrestief Mitte Mai hat sich der Kurs im Zuge des Übernahmekampfs somit mehr als verdoppelt.

SkyNews

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