Tödliches Feuer an Bord der „Helderberg“
Der Luftfahrt Journalist und Autor Patrick Huber hat ein neues Sachbuch veröffentlicht. "Tödliches Feuer an Bord der Helderberg - der mysteriöse Absturz von SAA/SAL Flug 295" beschreibt den Jumbo Absturz mit 159 Toten.
Bei der schlimmsten Luftfahrtkatastrophe in der Geschichte Südafrikas starben am 28. November 1987 insgesamt 159 Menschen aus 14 Nationen, darunter auch Deutsche, Schweizer, Dänen, Briten und Niederländer. Ein Jumbo Jet der staatlichen Soufh African Airways war nach einem Feuer an Bord in den Indischen Ozean gestürzt. Es war dies der erste Verlust einer 747 Combi durch ein solches Ereignis. Die Ursache des tödlichen Brandes konnte nie aufgeklärt werden. Sehr wahrscheinlich beförderte der Flug aber illegale militärische Fracht. Flugsicherheitsexperte und Buchautor Patrick Huber befasst sich seit über 10 Jahren mit dieser Katastrophe.
Am Freitag den 27. November 1987 boardeten in der taiwanesischen Hauptstadt Taipeh 140 Passagiere aus 14 Nationen, darunter unter anderem Deutsche, Schweizer, Dänen, Briten, Südafrikaner, Japaner und Niederländer, den South African Airways Flug 295. Die gerade einmal sieben Jahre alte Boeing 747-244B Combi mit dem klingenden Namen „Helderberg“ sollte nach Johannesburg fliegen. Doch dort kam die Maschine niemals an. Denn aus bis heute ungeklärter Ursache brach während des Reisefluges im Frachtbereich hinter der Passagierkabine ein Brand aus, der sich innerhalb weniger Minuten in ein bis zu 1.000 Grad heißes Inferno verwandelte. Obwohl die Flugbegleiter mit dem Mut der Verzweiflung gegen die Flammen kämpften und auch die Männer im Cockpit alles gaben, hatte die Besatzung keine Chance. Nur rund 30 Minuten vor einer geplanten Notlandung auf der Insel Mauritius stürzte die „Helderberg“ in den Indischen Ozean. Alle 140 Passagiere und die 19-köpfige Besatzung der „Helderberg“ fanden den Tod. Das Wrack selbst konnte erst ein Jahr nach dem Absturz lokalisierte werden ‒ von einem US-Spezialunternehmen, das bereits die Überreste des Space Shuttles „Challenger“ geborgen hatte.

Doch der offizielle Unfallbericht der Republik Südafrika ließ zahlreiche Fragen unbeantwortet, denn der größte Teil des Wracks und der Leichen wurde nie geborgen. Die Vereinigung der südafrikanischen Flugingenieure führte deshalb eine eigene Analyse der Ereignisse durch und vermutete nicht einen, sondern zwei unterschiedliche Bränden an Bord des Unglücksfluges. Das erste Feuer könnte demnach schon kurz nach dem Start in Taiwan ausgebrochen und von der Crew gelöscht worden sein, weshalb die „Helderberg“ ihren Flug zunächst fortgesetzt habe ‒ und schließlich dem zweiten Brand zum Opfer fiel.
Boeing-Experte Fred Bereswill vertrat die Ansicht, dass das tödliche Feuer in der Main Deck Cargo Area der „Helderberg“ seinen „eigenen Sauerstoff produzierte“. Ein solch gefährlicher Stoff war jedoch laut offiziellen Frachtpapieren überhaupt nicht an Bord. Außerdem gibt es Indizien dafür, dass South African Airways zu dieser Zeit illegal gefährliche militärische Fracht an Bord von Passagierflugzeugen beförderte, dass auch die „Helderberg“ für solche Transporte genutzt wurde und dass die Piloten unter Druck gesetzt wurden, solche „Spezialflüge“ durchzuführen.
Nach mehr als zehnjähriger investigativer Recherche veröffentlichte Patrick Huber im Jahr 2023 in Wien seinen ersten Titel zum Absturz der „Helderberg“, der in Südafrika bis heute als nationales Trauma gilt. Sein neues Buch „Tödliches Feuer an Bord der ,Helderberg’ ‒ Der mysteriöse Absturz von SAA/SAL Flug 295“ baut zwar auf seiner früheren Publikation auf, wurde jedoch grundlegend überarbeitet und um zahlreiche neue Informationen sowie zusätzliches aktuelles Bildmaterial ergänzt. Abgerundet wird dieses investigative Standardwerk zum schwersten Flugzeugunglück in der Geschichte Südafrikas durch eine vollständige Crew- und Passagierliste sowie ein 2025 geführtes Interview mit dem früheren Senior Coordinator Cabin Safety von South African Airways, der offen über seine Zeit bei der Fluggesellschaft, das damalige Feuerlöschtraining der Crews und den Verlust von Freunden und Kollegen durch den Absturz der „Helderberg“ spricht.
Informationen zum Buch
• A5
• 144 Seiten
• 34 Abbildungen
• ISBN Hardcover: 978-3-565152-20-9
• ISBN Softcover: 978-3-565154-09-8
• Preis Hardcover EUR 21,99,-- (zzgl. Versandspesen)
• Preis Softcover EUR 15,99,-- (zzgl. Versandspesen)
• Erhältlich ist das neue Buch „Tödliches Feuer an Bord der ,Helderberg’ - Der mysteriöse Absturz von SAA/SAL Flug 295“ ab sofort über den Webshop des Verlages „Epubli“. Außerdem kann es unter Angabe der ISBN über alle Buchhandlungen in Österreich und Deutschland sowie (in Kürze) Onlinebuchhändler bezogen werden.
Über den Autor
Patrick Huber ist seit den 1990er Jahren national sowie international journalistisch tätig und zählt heute zu den profiliertesten Flugexperten sowie Luftfahrtfotografen Österreichs.
Er ist Autor von mehr als 20 Sachbüchern beziehungsweise Bildbänden zu zivilen und militärischen Themen, darunter „Der Absturz von Birgenair Flug 301 ‒ Urlaubsreise in den Tod“, „Condor: Das Ende einer Ära ‒ Abschied von der Boeing 757“, „AUA Flug 901: Katastrophe vor Moskau“, „TAROM Flug 371 ‒ Rumäniens schwerste
Luftfahrtkatastrophe“ (dieser Titel ist auch auf Englisch erschienen), „Germanwings Flug 9525 ‒ Absturz in den französischen Alpen“, „Montana Austria ‒ Österreichs vergessener Langstreckenpionier“, „Lufthansa Flug 540: Der erste Jumbo-Absturz“, „Das Geheimnis von Malev Flug 240 ‒ Mysteriöser Absturz vor Beirut“ (ebenfalls auf Englisch erschienen), „Airpower 22 ‒ Donnernder Himmel über Zeltweg“, „Der Flughafen Wien in Bildern von 2005 bis 2006“, „,Cleared for Take off!’ ‒ ein Tag im Leben einer AUA-Crew“, „Die Erstlandung des Emirates A380 auf dem Flughafen Wien, „Die legendäre An-225 ,Mrija’ in Österreich“, „Pan Am Flug 103: Die Tragödie von Lockerbie – Weihnachtsreise in den Tod“, „Als der Tod vom Himmel stürzte – die Flugtagkatastrophe von Ramstein“, „Todesflug EL AL 1862 – die Katastrophe von Amsterdam“ und „Das Flugtagunglück von Lemberg – eine in Vergessenheit geratene ukrainische Tragödie“. Seine Bücher über das Unglück im deutschen Ramstein (das Werk erschien Anfang April 2024 bereits in der 2. überarbeiteten und erweiterten Auflage) und den Absturz der Pan Am in Lockerbie im Jahr 1988 gelten in Fachkreisen als Standardwerke zum jeweiligen Thema. Das im Dezember 2023 ‒ zum 35. Jahrestag der Katastrophe ‒ veröffentlichte Werk über den Absturz der Pan Am 103 auf Lockerbie ist zudem wohl das erste deutschsprachige Buch überhaupt zu dieser Causa.