Nahost Krise verteuert Luftverkehr

06.05.2026 PS
Sky Lease Cargo Boeing 747-400 Frachter
Sky Lease Cargo Boeing 747-400 Frachter (Foto: Team Spot-it)

Der internationale Airline-Verband BARIG sieht in der Nahost-Krise einen erhöhten Kostendruck für die Luftverkehrsbranche, und fordert die Politik zum Handeln auf.

Der Luftverkehr in Deutschland befindet sich in einer schwierigen Lage, da der Kostendruck auf die Fluggesellschaften aufgrund der eskalierten Nahost-Krise immer weiter zunimmt. Der internationale Airline-Verband BARIG (Board of Airline Representatives in Germany) fordert daher die Bundespolitik auf, schnellstmöglich wirksame Maßnahmen zu ergreifen. Dazu erklärte BARIG Chairman und Executive Director Michael Hoppe:

Die Auswirkungen des Konflikts im Nahen Osten treffen den Luftverkehr in Deutschland mit voller Wucht, denn die gestiegenen Preise am Rohölmarkt lassen das Fliegen deutlich teurer werden. Darunter leiden insbesondere die in Deutschland aktiven Airlines und ihre Kunden, da hier bereits die enorm hohen Standortkosten mit großen Gebühren- und Steuerbelastungen die Erholung des Luftverkehrs nach wie vor ausbremsen. Deutschland liegt noch immer weit unter dem Niveau von 2019 und ist damit ein Schlusslicht in Europa.

Die Folgen sind evident. Aufgrund dieser extremen Kosten stehen Flugverbindungen auf dem Prüfstand. Die hohen Kerosinpreise und die steigende Inflation erschweren die Lage zusätzlich. Um kurzfristig gegenzusteuern und die Konnektivität Deutschlands nicht weiter zu schwächen, braucht es jetzt sofort gezielte politische Maßnahmen.

An erster Stelle ist hier die Aussetzung der Luftverkehrsteuer mindestens für die Dauer der Krise zu nennen. Zudem muss sie langfristig weiter deutlich abgesenkt oder ganz abgeschafft werden. Ergänzend muss die Bundesregierung weitere, von ihr angekündigte Entlastungsschritte zügig umsetzen, insbesondere bei den Kosten für die Flugsicherung und die Luftsicherheitskontrollen an den Flughäfen. Auch eine temporäre Aussetzung nationaler Mehrwertsteuer oder luftfahrtspezifischer Steuern ist aus Sicht der Branche erforderlich, insgesamt steigende Kosten durch den aktuellen Konflikt abzufedern. Gleiches gilt für den Emissionshandel (ETS).

Wir fordern daher die deutsche Politik auf, schnell nachhaltige Maßnahmen zu ergreifen, um kurzfristig und unbürokratisch für eine spürbare Kostenentlastung des Luftverkehrs zu sorgen, auch auf Ebene der Europäischen Kommission. Davon profitieren ebenso der internationale Handel sowie die Wirtschaft, nicht zuletzt die Reisebranche mit ihren rund 2,7 Millionen Beschäftigten allein in Deutschland.

BARIG

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