Iran nimmt Linienflüge wieder auf
Der Iran nimmt international Flüge ab Teheran langsam wieder auf, Inlandflüge werden ebenfalls wieder durchgeführt.
Der iranische Flughafen Imam Khomeini in Teheran hat den kommerziellen Flugbetrieb nach dem Kriegsbeginn mit den Vereinigten Staaten von Amerika und Israel langsam wieder aufgenommen. Zu den ersten Abflügen gehörten internationale Verbindungen nach Istanbul, Maskat und Medina. Die staatliche Fluggesellschaft Iran Air nahm ebenfalls den Inlandsflugbetrieb wieder auf und führte nach 56 Tagen Unterbrechung ihren ersten Flug nach Maschhad durch. Die iranischen Behörden gaben bekannt, dass in den kommenden Tagen weitere Verbindungen zu Zielen wie Baku, Bagdad, Nadschaf und Doha folgen werden.
Offizielle Stellen erklärten, dass die östlichen Regionen Irans zunächst eine Schlüsselrolle beim Wiederaufbau des Streckennetzes spielen werden. Flughäfen in Städten wie Maschhad, Zahedan und Kerman sollen dabei als Drehkreuze dienen. Gespräche mit ausländischen Fluggesellschaften zur Wiederaufnahme des Transitverkehrs durch den iranischen Luftraum laufen ebenfalls.
Die Wiederaufnahme des Flugbetriebs erfolgt nach wochenlangen massiven Beeinträchtigungen des Flugverkehrs im Nahen Osten. Weitreichende Luftraumsperrungen führten zu Massenstreichungen und umfangreichen Rückholaktionen. Während einige Länder der Region ihren Luftraum teilweise wieder geöffnet haben, bleibt die Erholung angesichts der anhaltenden geopolitischen Spannungen fragil.
Gleichzeitig hat der Krieg zwischen den USA, Israel und dem Iran nicht nur branchenweite Besorgnisse ausgelöst, darunter eine mögliche Kerosinknappheit infolge der Schiffsblockade durch die Straße von Hormus. Fluggesellschaften weltweit passen ihr Flugangebot bereits an die steigenden Treibstoffkosten, der ausbleibenden Kundschaft und der unsicheren Versorgungslage des Kerosins an.