Flughafen Mönchengladbach ist wichtiger Wirtschaftsstandort
Der Flughafen Mönchengladbach will sich strategisch weiterentwickeln und sich auch als wichtigen Luft- und Raumfahrtstandort positionieren.
Der Flughafen Mönchengladbach (MGL) empfing jetzt Staatssekretär Paul Höller aus dem Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen. Begleitet wurde der Termin unter anderem vom Raumfahrtbotschafter Prof. Dr. Reinhold Ewald. Im Mittelpunkt standen die strategische Weiterentwicklung des Luft- und Raumfahrtstandorts sowie aktuelle Innovationsprojekte am MGL. Im Rahmen des Besuchs informierte sich die Delegation über aktuelle Entwicklungen und Zukunftsperspektiven am Flughafen. Bei der Rheinland Air Service GmbH (RAS), dem größten Arbeitgeber am Standort, wurden die Wartungs- und Instandhaltungsleistungen vorgestellt. Anschließend erhielt die Delegation bei The Exploration Company (ehemals Thrustworks GmbH) Einblicke in die additive Fertigung hochleistungsfähiger Metallkomponenten für Raumfahrt- und Hochtechnologieanwendungen. Das Unternehmen bringt umfangreiches Know-how in der Herstellung von Hochleistungslegierungen mit und wird durch die Übernahme durch The Exploration Company weiter ausgebaut. Beide Unternehmen stehen exemplarisch für die technologische Ausrichtung und Innovationsdynamik des Luft- und Raumfahrtclusters am MGL.
„Von Lösungen für einen nachhaltigen Flugverkehr bis hin zu den Weltraum-Technologien von morgen: Der Flughafen Mönchengladbach bietet ideale Bedingungen, um starke Impulse für die Zukunft der Luft- und Raumfahrt zu setzen – aus der Region, für ganz Europa. Hier zeigt sich, wie wir in Nordrhein-Westfalen die Kräfte von Forschung, Industrie und Praxis bündeln, um die Voraussetzungen für Innovationen, neue Wertschöpfung und hochwertige Jobs zu schaffen. Reale Testumgebungen wie am MGL sind dafür entscheidend – als echtes Zukunftslabor für Luft- und Raumfahrt,“ erklärte Staatssekretär Paul Höller bei seinem Besuch.
Der MGL hat sich in den vergangenen Jahren zu einem bedeutenden Zentrum der Allgemeinen Luftfahrt und zu einem wachsenden Luft- und Raumfahrtcluster entwickelt. Derzeit sind 47 Unternehmen mit insgesamt 829 Beschäftigten am Standort ansässig. Seit der Übernahme durch die Stadt Mönchengladbach im Jahr 2018 ist die Zahl der Arbeitsplätze um rund 43 Prozent gestiegen. Mit mehr als 40.000 Flugbewegungen pro Jahr, sechs Flugschulen und elf Simulatoren zählt der MGL zu den größten Ausbildungsstandorten für Pilotinnen und Piloten in Deutschland.
„Der Flughafen Mönchengladbach ist ein wirtschaftlich relevanter Standort mit klarem Innovationsprofil. Die klassischen Geschäftsfelder Maintenance, Pilotenausbildung und Business Aviation bilden die Basis für stabile Arbeitsplätze und wirtschaftliche Stärke am Standort. Gleichzeitig gewinnen neue Technologien, alternative Antriebe und Raumfahrtanwendungen zunehmend an Bedeutung“, betonte Dr. Ulrich Schückhaus, Geschäftsführer des MGL.
„Darauf aufbauend bündelt der MGL als Luft- und Raumfahrtstandort technologische Expertise, Forschung & Entwicklung sowie innovative Unternehmensansiedlungen an einem Ort. Mit diesen Geschäftsfeldern treiben wir Innovationen voran, schaffen hochwertige Arbeitsplätze und entwickeln aktiv die Luft- und Raumfahrt in Nordrhein-Westfalen weiter“, ergänzte Andreas Ungar, Geschäftsführer des MGL.
Mit der gezielten Ansiedlung innovativer Unternehmen wie The Exploration Company und der strategischen Weiterentwicklung des Clusters positioniert sich der Flughafen Mönchengladbach als Standort mit Perspektive im wachsenden Luft- und Raumfahrtsektor. Der Austausch mit dem Landeswirtschaftsministerium unterstreicht die Bedeutung einer gezielten Standort- und Innovationspolitik für die regionale Entwicklung.
Flughafengesellschaft Mönchengladbach GmbH