Flughäfen Leipzig und Dresden wollen sich weiterentwickeln

17.07.2026 PS
Dresden Leipzig Airport
Mitteldeutsche Flughäfen Dresden und Leipzig (Foto: Mitteldeutschen Flughafen AG)

Freistaat Sachsen und regionale Partner streben gemeinsame Bewerbung für „Routes Europe“ 2029 an.

Die Mitteldeutsche Flughafen AG (MFAG), zu der die Flughäfen Leipzig/Halle und Dresden gehören, hat gemeinsam mit dem Freistaat Sachsen sowie zahlreichen regionalen Partnern einen gemeinsamen Letter of Intent für eine mögliche Bewerbung um die Ausrichtung der „Routes Europe“ 2029 unterzeichnet. Damit setzt Sachsen ein starkes Signal für die gemeinsame Weiterentwicklung seiner internationalen Erreichbarkeit und Wettbewerbsfähigkeit.

„Routes Europe“ gilt als Europas bedeutendstes Forum für die Entwicklung neuer Flugverbindungen. Jährlich kommen mehr als 1.000 Entscheidungsträger von Fluggesellschaften, Flughäfen, Tourismusorganisationen und Wirtschaft zusammen, um über neue Strecken, Netzwerke und internationale Konnektivität zu beraten.

Sollte die Bewerbung erfolgreich sein, wäre „Routes Europe“ nach der Austragung in Hannover im Jahr 2019 erstmals wieder in Deutschland zu Gast.

Breiter regionaler Schulterschluss

Die Besonderheit der Bewerbung liegt im außergewöhnlich breiten Bündnis der Unterstützer.

Den Letter of Intent haben Vertreter des Freistaates Sachsen, der Wirtschaftsförderung Sachsen, der Leipziger Messe, Leipzig Tourismus und Marketing, Dresden Marketing sowie der Mitteldeutschen Flughafen AG gemeinsam unterzeichnet.

Damit wird erstmals deutlich sichtbar, dass die internationale Anbindung Sachsens nicht mehr ausschließlich als Aufgabe eines Flughafens verstanden wird, sondern als gemeinsames Anliegen von Politik, Wirtschaft, Tourismus und regionalen Partnern.

Götz Ahmelmann, Vorstandsvorsitzender der Mitteldeutschen Flughafen AG: “Internationale Erreichbarkeit entscheidet heute maßgeblich über Wettbewerbsfähigkeit, Investitionen und wirtschaftliche Entwicklung. Deshalb freut es mich besonders, dass es gelungen ist, so viele starke Partner hinter einer gemeinsamen Idee zu vereinen. Es geht dabei nicht nur um die Ausrichtung einer internationalen Veranstaltung, sondern um ein gemeinsames Bekenntnis zur Zukunft der internationalen Konnektivität Sachsens.”

Mehr als eine Veranstaltungsbewerbung

Mit der Bewerbung verfolgt Sachsen das Ziel, seine wirtschaftliche Stärke, Innovationskraft sowie touristische Attraktivität international sichtbar zu machen und gleichzeitig neue Impulse für die Entwicklung internationaler Flugverbindungen zu setzen.

Im Mittelpunkt stehen dabei ausdrücklich die beiden sächsischen Verkehrsflughäfen Leipzig/Halle und Dresden, deren internationale Anbindung als gemeinsamer Standortvorteil für den Freistaat weiterentwickelt werden soll.

Internationale Beispiele aus Bergen, Hannover, Sevilla oder Łódź zeigen, dass Gastgeberregionen durch „Routes Europe“ nicht nur von der Veranstaltung selbst profitieren, sondern insbesondere langfristige Impulse für ihre internationale Wahrnehmung, neue Flugverbindungen sowie zusätzliche Investitionen erzielen konnten.

Auftakt für eine gemeinsame Konnektivitätsstrategie

Die gemeinsame Bewerbung soll zugleich Ausgangspunkt für eine dauerhaft engere Zusammenarbeit zwischen Politik, Wirtschaft, Tourismus und Flughäfen werden.

In den kommenden Monaten sollen daher auch strukturelle Ansätze zur gemeinsamen Entwicklung der internationalen Konnektivität weiter konkretisiert werden. Diskutiert werden unter anderem die Einrichtung eines sächsischen Connectivity-Boards sowie eines gemeinsamen Connectivity-Fonds, mit denen regionale Maßnahmen zur Entwicklung und Stabilisierung internationaler Flugverbindungen künftig gebündelt und koordiniert werden könnten.

Damit orientiert sich Sachsen an erfolgreichen europäischen Regionen, in denen die Entwicklung internationaler Luftverkehrsanbindungen längst als gemeinsame Standortaufgabe verstanden wird.

Götz Ahmelmann: “Unabhängig vom Ausgang des Bewerbungsverfahrens ist bereits heute etwas Besonderes gelungen. Erstmals stehen Freistaat, Wirtschaft, Tourismus und Flughäfen gemeinsam hinter einer Initiative zur Stärkung der internationalen Konnektivität Sachsens. Genau dieser Schulterschluss gilt heute europaweit als entscheidender Erfolgsfaktor für die Entwicklung neuer Flugverbindungen – und genau diesen Weg wollen wir gemeinsam weitergehen.”

Nächste Schritte

Der unterzeichnete Letter of Intent wurde an den Veranstalter „Routes“ übermittelt.

In den kommenden Monaten folgen die nächsten Schritte des internationalen Auswahlverfahrens. Hierzu zählen insbesondere die Vorbereitung einer möglichen Site Inspection in Sachsen sowie die Ausarbeitung der vollständigen Bewerbungsunterlagen.

Darüber hinaus ist geplant, gemeinsam mit den beteiligten Partnern die „Routes World“ im Herbst in Frankfurt am Main zu besuchen. Die Veranstaltung bietet die Möglichkeit, das Format aus erster Hand kennenzulernen, Gespräche mit internationalen Airlines und Veranstaltern zu führen und weitere Erfahrungen für eine mögliche Bewerbung Sachsens zu sammeln.

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