Erstellt am: 10.03.2021, Autor: rk

Flugverbot für belgische F-16 Falcon

Belgium Air Force F-16AM

Belgium Air Force F-16AM (Foto: Belgium Air Force)

Wegen eines Zwischenfalls am 11. Februar 2021 müssen alle belgischen F-16 Falcon am Boden bleiben, bei den betroffenen Kampfjets müssen die Triebwerke modifiziert werden.

Am 11. Februar 2021 hatte eine belgische F-16 Falcon nach dem Start auf dem Luftwaffenstützpunkt Florennes ein Problem mit dem Triebwerk, der Pilot musste den Einsatzflug abbrechen und auf die Basis zurückkehren. Das Triebwerk wurde anschliessend genauer unter die Lupe genommen, dabei wurde ein Schaden festgestellt, der bei der Nachprüfung weiterer F-16 ebenfalls gefunden wurde. Der Triebwerkhersteller Pratt & Whitney und die beiden Hersteller General Dynamic und Lockheed Martin haben der belgischen Luftwaffe empfohlen, die F-16 Flotte mit einem Flugverbot zu belegen, damit korrektive Arbeiten an den Triebwerken vorgenommen werden können.

Die belgische Luftwaffe hat sich dazu entschieden, die ganze F-16 Falcon Flotte am Boden zu halten, bis die Triebwerke überabeitet sind. Es wird damit gerechnet, dass eine Triebwerkmodifikation rund fünf Tage dauert. Belgien betreibt momentan noch 54 F-16.

Diese Modifikationsarbeiten könnten auch die F-16 anderer europäischer Betreiber betreffen.

Neben Belgien haben auch Norwegen, Dänemark und Holland das gleiche Muster im Flugbetrieb, diese Betreiber wurden durch Pratt & Whitney und Lockheed Martin über die Triebwerkprobleme bei den belgischen F-16 informiert.

UPDAT 15. März 2021

Belgische F-16 teilweise wieder einsatzbereit

Seit dem 14. März sind zwei belgische F-16 Falcon wieder einsatzbereit. Die beiden Maschinen nehmen im Nahen Osten an der Operation Desert Falcon teil. Bei den beiden Maschinen wurden zwei aus Belgien eingeflogene F100 Triebwerke eingebaut. Die Ersatztriebwerke wurden in der Werft bei dem Schubdüsenaustritt modifiziert und sind wieder Funktionsbereit.

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