Erstellt am: 27.07.2020, Autor: rk

Ryanair meldet Quartalsverlust

Ryanair, Boeing 737-800

Ryanair, Boeing 737-800 (Foto: Ryanair)

Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2020/21 erwirtschaftete Ryanair einen Corona bedingten Quartalsverlust von 185 Millionen Euro, ein Jahr zuvor resultierte noch ein Gewinn von 243 Millionen Euro.

Das erste Quartal 2020/21 umfasst bei Ryanair die Monate April, Mai und Juni. In diesen Corona geplagten Monaten musste Ryanair einen Umsatzeinbruch von 95 Prozent hinnehmen, der Umsatz aus dem operativen Geschäft erreichte noch 125,2 Millionen Euro, ein Jahr zuvor waren es noch 2,312 Milliarden Euro. Die Kosten konnten von 2,037 Milliarden Euro auf 321,8 Millionen Euro um 85 Prozent gesenkt werden. Der Betriebsverlust erreichte im ersten Quartal 187,6 Millionen Euro, ein Jahr zuvor resultierte ein Gewinn von 275,2 Millionen Euro. Da im ersten Quartal 2020/21 fast die ganze Ryanair Flotte am Boden bleiben musste, fielen für den Treibstoff nur 8,9 Millionen Euro an, in der gleichen Zeit des Vorjahres verflog Ryanair für einen Betrag von 783,9 Millionen Euro Kerosin.

Ryanair konnte im ersten Quartal 2020/21 lediglich 0,5 Millionen Fluggäste an Bord ihrer Flugzeuge begrüssen, ein Jahr zuvor waren es zwischen April und Juni insgesamt 41,9 Millionen Passagiere. Hätte Ryanair ein realistisches Wachstum von acht bis zehn Prozent erreicht, dann wären in dieser Zeitspanne bei dem Lowcoster aus Irland 46 Millionen Passagiere zugestiegen. Die Corona Krise hat dem Reisen innerhalb Europas jedoch einen Riegel geschoben und führt momentan zu der wohl grössten Luftfahrtkrise, die wir jemals erlebt haben.

Die Finanzzahlen bei Ryanair sind noch relativ gut ausgefallen, wenn man bedenkt, dass fast alle Ryanair Flugzeuge wegen der Corona Krise am Boden bleiben mussten. Ein Nettoverlust von 185,1 Millionen Euro ist für den grössten Low-Cost-Carrier Europas durchaus verkraftbar. Ryanair rechnet aber mit einem ganz schwierigen Jahr und gibt keine finanziellen Guidelines bekannt. Ryanair wird die Krise unserer Ansicht nach aber weitaus besser überstehen als die grossen Netzwerk Airlines in Europa.

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