Erstellt am: 08.11.2019, Autor: ps

Emirates präsentiert Halbjahreszahlen

Emirates Airbus A380

Emirates Airlines Airbus A380 (Foto: Emirates Airlines)

Die Emirates Group verzeichnet einen Umsatzrückgang um zwei Prozent auf 53,3 Milliarden AED (14,5 Milliarden USD) sowie eine Gewinnsteigerung um acht Prozent auf 1,2 Milliarden AED (320 Millionen USD).

Besonders die Sperrung einer Start- und Landebahn am Dubai International Airport (DXB), ungünstige Währungsschwankungen, Thomas Cook-Insolvenz sowie ein deutlicher Rückgang der Treibstoffkosten beeinflussen die Ergebnisse.

Emirates verzeichnet Umsatzeinbussen von drei Prozent auf 47,3 Milliarden AED (12,9 Milliarden USD). Der Gewinn der Fluggesellschaft stieg um 282 Prozent auf 862 Millionen AED (235 Millionen USD) bei 29,6 Millionen beförderten Passagieren und einer Auslastungssteigerung um 2,3 Prozent auf insgesamt 81,1 Prozent. Die Nachfrage nach Dubai als Reiseziel ist weiterhin stark: Emirates befördert 7,9 Prozent mehr Gäste in die arabische Metropole.

dnata steigert Umsatz um fünf Prozent auf 7,4 Milliarden AED (2,0 Milliarden USD);  Gewinnrückgang um 64 Prozent auf 311 Millionen AED (85 Millionen USD); Entwicklung grösstenteils bedingt durch die Thomas Cook-Insolvenz sowie die einmalige Transaktion aus dem vorhergehenden Fiskaljahr. Insgesamt wurden 51,9 Millionen Bordmahlzeiten distribuiert. Das entspricht einem Wachstum von 67 Prozent durch den massgeblichen Ausbau der Catering-Geschäftstätigkeit.

Die Emirates Group hat am Donnerstag das Halbjahresergebnis für das Geschäftsjahr 2019-2020 veröffentlicht. Innerhalb der ersten sechs Monate des Fiskaljahres 2019-2020 (1. April bis 30. September 2019) erzielte die Emirates Group einen Umsatz von 53,3 Milliarden AED (14,5 Milliarden USD). Dies entspricht einem Rückgang von zwei Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum (54,4 Milliarden AED/ 14,8 Milliarden USD). Der leichte Rückgang ist hauptsächlich auf geplante Kapazitätsminderungen während der 45-tägigen Sperrung der südlichen Start- und Landebahn am Dubai International Airport (DXB) zurückzuführen sowie die ungünstigen Währungsschwankungen in Europa, Australien, Südafrika, Indien und Pakistan.

Die Profitabilität des Unternehmens stieg um acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr bei einem Halbjahres-Nettogewinn für 2019-2020 von 1,2 Milliarden AED (320 Millionen USD). Die Gewinnsteigerung ist hauptsächlich auf den im Vorjahresvergleich um neun Prozent gefallenen Treibstoffpreis zurückzuführen. Der durch die niedrigeren Treibstoffkosten gewonnene Vorteil wurde zugleich jedoch durch Währungsschwankungen in bestimmten Märkten teilweise wieder aufgehoben.

Die Liquiditätslage der Emirates Group betrug 23,0 Milliarden AED (6,3 Milliarden USD) zum 30. September 2019, im Vergleich zu 22,2 Milliarden AED (6,0 Milliarden USD) zum 31. März 2019.

„Die Emirates Group hat in der ersten Jahreshälfte 2019-2020 eine kontinuierlich positive Leistung erbracht. Dies haben wir durch die Anpassung unserer Strategien zur Bewältigung der schwierigen Handelsbedingungen und der gesellschaftspolitischen Unsicherheit in vielen Märkten sichergestellt. Sowohl Emirates als auch dnata haben hart gearbeitet, die Auswirkungen der geplanten Start- und Landebahn Sanierung am Dubai International Airport für unsere Kunden und unser Geschäft möglichst gering zu halten. Zudem haben wir die kontrollierbaren Kosten fest im Griff behalten, die Effizienz weiter gesteigert und gleichzeitig sichergestellt, dass unsere Ressourcen flexibel eingesetzt wurden, um Chancen optimal zu kapitalisieren“, erklärt Seine Hoheit Scheich Ahmed bin Saeed Al Maktoum, Chairman und Chief Executive, Emirates Airline & Group.

„Die gesunkenen Treibstoffkosten waren eine willkommene Erholung. Wir konnten beobachten, wie unsere Treibstoffrechnung im Vorjahresvergleich um 2,0 Milliarden AED sank. Ungünstige Währungsschwankungen reduzierten jedoch die Gewinne um rund 1,2 Milliarden AED“, so Seine Hoheit Scheich Ahmed bin Saeed Al Maktoum, Chairman und Chief Executive, Emirates Airline & Group weiter. „Die globalen Entwicklungen für die kommenden sechs Monate sind nur schwer zu prognostizieren, aber wir rechnen damit, dass die Airline- und Reisebranche weiterhin den Gegenwind des harten Wettbewerbs und des erhöhten Drucks auf die Margen spüren wird. Als Unternehmemsgruppe konzentrieren wir uns auf die Entwicklung unseres Geschäfts und werden auch künftig in neue Technologien investieren, die unsere Mitarbeiter motivieren und es uns ermöglichen, unseren Kunden noch gezielter ein optimales Produkt- und Serviceerlebnis zu bieten.“

In den vergangenen sechs Monaten seit dem 31. März 2019 blieb die Mitarbeiteranzahl der Emirates Group mit einer Gesamtzahl von 105.315 Mitarbeitern stabil. Diese Entwicklung passt zu den vom Unternehmen geplanten Kapazitäten und Geschäftstätigkeiten und spiegelt die Anstrengungen wider, durch zahlreiche interne Programme die Effizienz durch die Implementierung neuer Technologien und Arbeitsabläufen zu steigern.  

Emirates Airline

Während der ersten sechs Monate des aktuellen Geschäftsjahres nahm Emirates insgesamt drei Airbus A380 entgegen und musterte sechs Flugzeuge aus. Bis zum Ende des Fiskaljahres am 31. März 2020 ist die Auslieferung von drei zusätzlichen Jets geplant und weitere zwei ältere Flugzeuge werden aus der Flotte genommen. Die langjährige Strategie der Airline, in die fortschrittlichsten Grossraumflugzeuge zu investieren, erlaubt es Emirates, die Gesamt-Effizienz zu steigern, den CO2-Fussabdruck zu minimieren und Kunden ein besseres Produkterlebnis zu bieten.

In den ersten sechs Monaten des Fiskaljahres hat Emirates mit Phnom Penh (Kambodscha) und Porto (Portugal) zwei neue Passagierziele in den Flugplan aufgenommen. Zum 30. September 2019 umfasst das globale Streckennetz von Emirates 158 Ziele in 84 Ländern, das die Airline mit einer Flotte von 267 Flugzeugen (inklusive Vollfrachter) bedient. 

Die Partnerschaft mit flydubai hat Emirates weiter ausgebaut. Kunden beider Airlines geniessen weiterhin neue Reisemöglichkeiten durch die Erweiterungen des gemeinsamen Streckennetzes und die Optimierung der Flugpläne. So sind die Fluggesellschaften in der Lage, neue Städtepaar-Verbindungen anzubieten und konnten zudem neue Routen nach Neapel (Italien) und Taschkent (Usbekistan) aufnehmen. Die Kunden profitieren darüber hinaus von einem einheitlichen Treueprogramm unter dem Dach von Emirates Skywards. Passagiere, die zwischen Emirates und flydubai umsteigen, profitieren von dem nahtlosen Transit zu 22 flydubai-Flügen, die vom Emirates Terminal 3 am Dubai International Airport (DXB) abfliegen.

Die Gesamtkapazität sank in der ersten Jahreshälfte um sieben Prozent auf 29,7 Milliarden angebotene Tonnen-Kilometer (Available Tonne Kilometres; ATKM). Grund hierfür war die 45-tägige Sperrung einer Start- und Landebahn am DXB und die damit verbundene Flotten-Reduzierung. Die Kapazität an verfügbaren Sitzkilometern (Available Seat Kilometres; ASKM) sank um fünf Prozent, der in Umsatz-Passagier-Kilometern (Revenue Passenger Kilometers; RPKM) gemessene Passagierverkehr um zwei Prozent. Der durchschnittliche Sitzladefaktor stieg auf 81,1 Prozent an im Vergleich zu 78,8 Prozent im Vorjahr.

Emirates beförderte zwischen dem 1. April und 30. September 2019 insgesamt 29,6 Millionen Passagiere. Dies entspricht einem Rückgang von zwei Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Passagier-Yield hat sich jedoch im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um ein Prozent gesteigert. Das Frachtvolumen von 1,2 Millionen Tonnen ist um acht Prozent zurückgegangen, der Yield sank um drei Prozent. Das Ergebnis spiegelt das schwierige Geschäftsumfeld für die Luftfracht wider, insbesondere im Kontext weltweiter Spannungen im Handel und Unruhen in einigen wichtigen Frachtmärkten.

In der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2019-20 betrug der Nettogewinn von Emirates 862 Millionen AED (235 Millionen USD), ein Plus von 282 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Umsatz inklusive anderer operativer Einnahmen von 47,3 Milliarden AED (12,9 Milliarden USD) sank gegenüber dem Vorjahreszeitraum um drei Prozent. Die Gewinnsteigerung ist bedingt durch eine verbesserte Agilität bei der Kapazitätsplanung in Kombination mit einer gesunden Nachfrage der Kunden nach dem Emirates-Produkt, die für einen verbesserten Sitzladefaktor mit grösseren Margen gesorgt haben.

Die Betriebskosten sanken um acht Prozent im Vergleich zum gesamten Kapazitätsrückgang von sieben Prozent. Im Durchschnitt waren die Kerosinpreise 13 Prozent niedriger als im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres. Grund hierfür war ein Rückgang der Ölpreise (neun Prozent niedriger als im Vorjahreszeitraum) sowie die geringere benötigte Treibstoffmenge, aufgrund der durch die 45-tägige Schliessung der Start- und Landebahn in Dubai bedingten reduzierten Kapazität. Die Treibstoffkosten stellten mit 32 Prozent (33 Prozent im vergangenen Jahr) dennoch weiterhin den grössten Teil der Ausgaben dar.

dnata

Die Emirates Group-Tochter dnata hat ihr internationales Geschäft im Bereich Ground Handling, Catering und Reiseservice weiter ausgebaut und ist mittlerweile in über 35 Ländern tätig. In der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2019-20 machten die internationalen Aktivitäten über 72 Prozent des Gesamtumsatzes aus, verglichen mit 68 Prozent im Vorjahreszeitraum.

Der Umsatz inklusive anderer operativer Einnahmen beträgt 7,4 Milliarden AED (2,0 Milliarden USD), eine Steigerung um fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr (7,0 Milliarden AED/ 1,9 Milliarden USD). Grund für das erfolgreiche Ergebnis war ein robustes Unternehmenswachstum und die weitere globale Expansion, insbesondere im Cateringbereich.

Der Gesamtgewinn sank um 64 Prozent auf 311 Millionen AED (85 Millionen USD) im Vergleich zum Vorjahresgewinn. Der Gewinn beinhaltet einen einmaligen Ertrag von 321 Millionen AED aus dem Verkauf des 22-Prozentanteils von Dnata am Travelmanagement-Unternehmen Hogg Robinson Group (HRG). Der Halbjahresgewinn von dnata wurde ausserdem von der Insolvenz von Thomas Cook beeinträchtigt, einer der Hauptkunden für die Reise- und Catering-Bereiche von dnata im Vereinigten Königreich. Dies bedeutete eine Wertminderung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 84 Millionen AED.

Der dnata-Geschäftsbereich Airport Operations leistete mit 3,6 Milliarden AED (983 Millionen USD) erneut den grössten Umsatzbeitrag, eine leichte Steigerung im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt fertigte dnata unternehmensweit gleichbleibend 351,194 Flugzeuge ab. Die abgefertigte Frachttonnage sank um 6 Prozent auf insgesamt 1,5 Millionen Tonnen.

Organisches Wachstum über die internationalen Bodenabfertigungs-Unternehmen von dnata hinweg mit wichtigen Vertragsunterzeichnungen in den USA und einer verbesserten Performance in Märkten wie Italien, Singapur, Schweiz und Irak sorgten für die Umsatzsteigerung trotz negativer Währungseinflüsse von rund 86 Millionen AED. In den Vereinigten Arabischen Emiraten hat dnata das Frachtunternehmen Dubai Express vollständig übernommen. Dadurch konnte der Umsatz gestärkt und die Auswirkungen der 45-tägigen Start- und Landebahnschliessung verringert werden.

Die Reise-Sparte von dnata steuerte 1,8 Milliarden AED (488 Millionen USD) zum Gesamtumsatz bei, sieben Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der zugrundeliegende Gesamtverkaufswert der Division blieb unverändert bei 5,9 Milliarden AED (1,6 Milliarden USD).

Die starken Beiträge der Neuerwerbungen zum Umsatz – darunter Tropo in Deutschland und Dunya Travel – glichen die schwächere Reisebereitschaft in anderen wichtigen Reisemärkten sowie die negativen Auswirkungen des starken US-Dollars gegenüber Euro und Pfund Sterling aus.

Der Bereich Flight Catering trug 1,8 Milliarden AED (479 Millionen USD) zum Gesamtumsatz bei. Dies entspricht einem Anstieg von 54 Prozent. Die Anzahl der ausgelieferten Bord-Mahlzeiten stieg um 67 Prozent auf 51,9 Millionen in der ersten Hälfte des Fiskaljahres.

Der deutliche Anstieg ist vor allem auf die Beiträge der kürzlich erworbenen Catering-Geschäfte in Australien (Q Catering Limited und Snap Fresh Pty Limited) und den USA (121 Inflight Catering) sowie den Ausbau der eigenen Catering-Einrichtungen in den USA, darunter in Houston, Boston und Los Angeles, zurückzuführen.

Emirates

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