Erstellt am: 18.02.2021, Autor: ncar

SHA will Schweizer Berufspilotenlizenz

AAA Rettungshelikopter EC135 (Foto: Helikopt

AAA Rettungshelikopter EC135 (Foto: Helikopterflug.ch)

Die Swiss Helicopter Association (SHA) unterstützt die politische Forderung zur Schaffung einer neuen, nationalen Schweizer Berufspilotenlizenz.

Die Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen des Nationalrats (KVF-N) verlangt vom Bundesrat, die Grundlagen für eine nationale Berufspilotenlizenz zu schaffen. Sie soll auf dem Territorium der Schweiz gültig sein und es Berufspiloten erlauben, bis zum Alter von 65 Jahren kommerzielle Flüge durchzuführen, wenn sie die entsprechenden medizinischen und fliegerischen Voraussetzungen erfüllen. Heute stellt das Bundesamt für Zivilluftfahrt Lizenzen der Europäischen Luftsicherheitsagentur EASA aus. Diese erlaubt es Helikopter-Berufspiloten nur bis zum 60. Altersjahr, kommerzielle Passagierflüge durchzuführen.

«Die EASA-Bestimmung bedeutet für viele der erfahrensten Helikopterpiloten der Schweiz ein Berufsverbot, da sie durch ihre Arbeitgeber nicht mehr für das gesamte Aufgabenspektrum eingesetzt werden dürfen. Das ist diskriminierend und lässt sich nicht nachvollziehen», erklärt Nationalrat Martin Candinas, Präsident der Swiss Helicopter Association (SHA). «Obwohl sogar die EASA selber die Bestimmung als überholt betrachtet und das Parlament dem Bund bereits vor mehr als vier Jahren den klaren Auftrag gegeben hat, die willkürliche Altersgrenze abzuschaffen, hält das Bundesamt an dem de facto Berufsverbot fest.»

Die Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen des Nationalrats (KVF-N) hat am Dienstag ohne Gegenstimme eine Kommissionsmotion verabschiedet, welche die Schaffung einer nationalen Berufspilotenlizenz verlangt. Sie soll die Alterslimite auf 65 Jahre festlegen. «Mehrere Studien haben nachgewiesen, dass Pilot/innen über 60 kein Sicherheitsrisiko darstellen, wenn sie die medizinischen und fliegerischen Prüfungen bestehen. Es gibt keinen vernünftigen Grund, sie an der Ausübung ihres Berufs zu hindern», so SHA-Präsident Candinas.

SHA

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